Aktuell

Ceres Präparate neu mit Umverpackung
Nachdem Ceres Taraxacum comp. bereits im Jahr 2011 mit einer Umverpackung lanciert wurde, gelangen seit November 2013 weitere Ceres Präparate mit einer Faltschachtel als Umverpackung in den Verkauf. mehr

Urtinkturen


Absinthium Ø

Die Ernte des aromatisch bitteren Wermuts, der aus trockenen, heissen Klimazonen stammt, erfolgt nur bei sonniger, heisser Witterung, wenn bereits einige Zeit vorher keine Niederschläge mehr gefallen sind. Von der seidig, weissfilzigen Pflanze werden die frischen Blütenstände geerntet, sobald sie mit dem Blühen beginnen, sowie die unteren Blätter, welche vom holzigen Trieb abgestreift werden. Der Wermut wird als mehrjährige Kultur angebaut.

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Aesculus Ø

Die glänzenden, dunkelbraunen Samen der Rosskastanie werden im Spätsommer gesammelt. Am Baum sind sie noch in einer grünen, igelstacheligen Hülle eingeschlossen. Beim Herunterfallen platzt diese aber zumeist auf. Die sehr saponinreichen Samen werden sorgfältig von Hand geschält und dienen dann zur Herstellung der Urtinktur. Es werden ausschliesslich Samen von alten Bäumen verwendet.

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Alchemilla Ø

Der schwach bitter und adstringierend schmeckende Frauenmantel wird im Frühjahr geerntet. Zusammen mit den samtigen, mantelartigen Blättern werden die Blütenstände in den Morgenstunden geschnitten. Vor allem nachts bildet der Frauenmantel an den Zähnchen seiner Blätter Wassertropfen, die dort aufgereiht wie Perlen an einer Schnur hängen und sich gerne am Grund der Blätter als grossen Tropfen sammeln. Eine weitere Besonderheit des Frauenmantels sind die winzigen, grünlichen Blüten, die ohne Bestäubung einen Samen entwickeln.

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Allium ursinum Ø

Der vitale und kräftige Bärlauch ist eine der ersten Pflanzen, welche die Starre des Winters durchbrechen und bildet in feuchten, nährstoffreichen Wäldern einen grünen Teppich. Schon von weitem lässt sich das typische Knoblauch-Aroma wahrnehmen, welches den Bärlauch verrät. Aus der unterirdischen Zwiebel wächst die Pflanze jedes Jahr aufs Neue heran. Stossen die Blätter und Blütenknospen des Bärlauchs aus der schützenden Schicht aus Laub hervor, so kann bald die Ernte erfolgen. Verarbeitet wird das frische Kraut vor der Blüte.

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Angelica archangelica Ø

Die aromatisch duftende Engelwurz ist eine der grössten einheimischen Stauden. In ihrem Wuchs drückt die gesamte Pflanze Kraft und Stärke aus. Sie vermag bis zu 2,5 m hoch zu werden, entwickelt bis zu 90 cm lange Blätter und bildet einen typischen hohlen Stengel, der an der Basis bis zu 10 cm durchmessen kann. Nach der Blüte im 2. Standjahr stirbt die Engelwurz im Normalfall ab. Daher wird der kräftige und verzweigte, aromatisch duftende und bitter scharf schmeckende, Wurzelstock dieser mächtigen Pflanze zum Ende des ersten Standjahres geerntet. Die Ernte erfolgt zum Ende des Herbstes, wenn sich die Pflanze fast vollständig unter die Erde zurückgezogen hat.

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Avena sativa Ø

Der schwach süsslich schmeckende Hafer wird im Sommer geerntet. Obwohl sein Stängel hohl ist, ist er überraschend robust, was auf seinen hohen Anteil an Kieselsäure zurückzuführen ist. Der Hafer wird bei beginnender Blüte verarbeitet, ein Zustand, der nicht immer einfach zu erkennen ist, da die Haferblüten oft geschlossen bleiben. Verarbeitet wird das frische, blühende Kraut.

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Bellis perennis Ø

Das Gänseblümchen erfreut uns fast das gesamte Jahr über mit seinen weissen, oft rötlich umrandeten Blüten. Aus seiner Blattrosette bilden sich bereits ab Januar erste Blütenstängel. Die Ernte für die Bellis-Urtinktur erfolgt im Frühjahr, zu einem Zeitpunkt, da die Pflanzen vital und in kräftiger Blüte sind. Geerntet wird die ganze Pflanze inklusive der unterirdischen Teile.

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Betula folium Ø

Im Frühjahr, nach der Blütezeit der Birken, werden die Blätter dieser Bäume mit ihrer charakteristischen weissen Rinde gesammelt. Es werden ausschliesslich Blätter von älteren Bäumen verwendet. Die lebhaft grünen Blätter der Birke sind in jungen Stadien dicht mit Drüsen besetzt und dadurch sehr stark klebrig. Bereits im geernteten Zustand entwickeln sie das typische fruchtige Aroma, welches sich in stärkerer Form in der Urtinktur wiederfindet. Birkenblätter können, sofern sie zu stark gepresst werden, eine äusserst grosse Hitze entwickeln, weswegen sie besonderer Vorsicht beim Transport bedürfen.

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Bursa pastoris Ø

Das Hirtentäschel mit seinen kleinen, weissen Blüten kann das ganze Jahr über blühen. Das frische, blühende Kraut wird jedoch im Frühjahr geerntet. Diese Pflanze ist sehr formenreich und äusserst vital. Pro Jahr sind bis zu 4 Generationen möglich. Hirtentäschel weist einen charakteristischen, aromatischen und würzigen Geschmack auf. Die herzförmigen Früchte, welche das ganze Jahr an der Pflanze zu finden sind, wurden daher oft als Pfefferersatz verwendet.

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Calendula Ø

Der Hochsommer ist die Zeit der Ringelblumenernte. Das blühende Kraut der aus Nordafrika stammenden Pflanze wird geerntet, sobald die grossen, goldgelben oder orangefarbenen Blütenköpfe voll aufgeblüht sind. Schon beim Vorübergehen kann man oft den charakteristischen erwärmenden, harzigen Geruch wahrnehmen, der von den Pflanzen ausgeht. Berührt man frisch geschnittene Ringelblumen, so bleiben auf der Haut klebrige und balsamisch duftende Rückstände.

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Carduus marianus Ø

Die Mariendistel ist eine eindrucksvolle und wehrhafte, über 150 cm gross werdende Pflanze, die in trockenen, warmen Gebieten heimisch ist. Ihre charakteristischen, weiss gefleckten Laubblätter, vor allem aber der purpurfarbene Blütenstand sind stark bestachelt. Geerntet werden die braun-schwarzen, hartschaligen Samen der Pflanze. Die Ernte erfolgt selektiv von Hand, wodurch sichergestellt ist, dass nur die optimal ausgereiften Samen verwendet werden.

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Centaurium Ø

Diese in Europa heimische Pflanze ist mit dem Enzian verwandt und ist in der Natur eher selten. Sie fällt dem Betrachter rasch durch ihre intensiv rosafarbenen Blüten mit den gelben Staubblättern auf, die sie einem Schirm gleich ausbreitet. Vor allem die Blüten des Tausendgüldenkrautes sind sehr bitter; nur bei höheren Temperaturen und bei Sonne sind sie geöffnet. Zur Herstellung der Urtinktur wird diese Pflanze angebaut. Die Ernte des frischen, blühenden Krautes erfolgt im Sommer.

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Chamomilla Ø

Die Ernte der aromatisch duftenden, echten Kamille erfolgt im Sommer. Sie lässt sich von anderen Arten vor allem durch ihren hohlen Blütenboden unterscheiden. Sofern die Witterung trocken und sonnig ist, und sobald die weissen Zungenblüten nach unten geschlagen sowie der Blütenboden aufgewölbt ist, sind die Vorraussetzungen optimal. Um die Mittagszeit erfolgt dann die Ernte des blühenden Krautes.

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Cichorium intybus Ø

Die Wegwarte ist eine Pflanze mit schwach bitterem Geschmack, die in allen Teilen Milchsaft führt. Ihre kurzlebigen, himmelblauen Blüten erscheinen im Sommer. Zur Herstellung der Urtinktur wird die Pflanze jedoch bereits geerntet, wenn oberirdisch nur die Rosette aus löwenzahnähnlichen Blättern zu sehen ist. In diesem Stadium, in dem die volle Kraft und Vitalität noch in der Wurzel steckt, wird die ganze Pflanze ausgegraben.

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Crataegus Ø

Im Herbst, zum Zeitpunkt der Fruchtreife, werden die glänzenden, feurig roten bis dunkelroten Weissdorn-Früchte gesammelt. In diesem Reifestadium entwickeln die Weissdornfrüchte ein charakteristisches, sehr süssliches Aroma, welches sich später auch in der Tinktur wiederfindet. Verwendet werden sowohl die Früchte des eingriffeligen als auch die des zweigriffeligen Weissdorns.

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Cynara scolymus Ø

Die aus dem Mittelmeergebiet stammende, üppig wachsende Artischocke bildet grosse, graufilzige Blätter, welche typisch wachsartig riechen und anhaltend bitter sind. Die Bitterstoffe der Artischocke werden von Drüsen auf der Aussenseite der Blätter gebildet und können daher leicht durch Regen abgewaschen werden. Eine Ernte ist deshalb nur nach sonnigen, trockenen Perioden möglich.

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Echinacea purpurea Ø

Der aus Nordamerika stammende, aromatisch und adstringierend schmeckende Sonnenhut wird im Hochsommer geerntet. Wenn die purpurnen Röhrenblüten des stachligen Blütenstandes nach unten geschlagen sind und sich der Blütenboden aufzuwölben beginnt, ist das optimale Stadium erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Besuch durch blütenaufsuchende Insekten besonders häufig. Geerntet wird das blühende Kraut der Pflanze. Die Nutzung des Bestandes erfolgt mehrjährig.

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Equisetum arvense Ø

Der unterirdisch stark verzweigte Schachtelhalm, botanisch gesehen ein Farn, bildet im Frühjahr zunächst fruchtbare Sprosse aus. Sind diese verwelkt, entwickeln sich erst die typisch strukturierten, grünen Sprosse mit den in Wirteln stehenden Seitenästen. Diese werden zur Herstellung der Urtinktur verarbeitet. Obwohl die Triebe des Zinnkrautes grosse Hohlräume enthalten, sind sie überraschend zäh, ein Umstand, der auf Kieselsäureeinlagerungen zurückzuführen ist. Neben Kieselsäure enthält Equisetum sehr viele andere mineralische Substanzen.

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Euphrasia Ø

Die schönen Blüten mit dem grossen gelben Punkt und den sanften lilafarbenen Strichen geben der Pflanze ihren deutschen Namen. Durch seine Blütenzeichnung soll der Augentrost eine Verwandtschaft zum Auge anzeigen. Im frischen Zustand strömt die Pflanze einen intensiven Geruch nach feuchtem Waldboden aus, ihr Geschmack ist schwach herb. In der Natur kommt die Art auf nicht gedüngten Wiesen vor. Nur hier können ihre Samen keimen, denn die schmächtigen Wurzeln des Augentrostes brauchen den Anschluss an die Wurzeln der Graspflanze, von welchen sie Nährstoffe und Wasser erhalten. Der Spätsommer ist die Sammelzeit für diesen Winzling, von dem die ganze Pflanze verarbeitet wird.

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Fraxinus excelsior Ø

Die Esche gehört zu den grössten einheimischen Laubbäumen und wächst bevorzugt an feuchten, nährstoffreichen Orten. Die Esche ist sehr vital; schneidet man sie ab, treibt sie rasch wieder aus. Der Baum mit dem harten aber elastischen Holz und den charakteristischen schwarzen Winterknospen blüht im Frühjahr, bevor die Blätter austreiben. Im Sommer erscheinen dann die gegenständig gefiederten Laubblätter der Esche, die schlussendlich im Hochsommer gesammelt werden. Die Sammlung findet ausschliesslich an alten Bäumen statt.

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Gentiana Ø

Enzian, eine stattliche, im Gebirge heimische Staude mit schüsselförmig verwachsenen Laubblättern, blüht im Sommer mit sternförmigen, gelben Blüten. Bereits im Frühjahr, noch vor dem Austrieb, werden die unterirdischen Teile des Gelben Enzians ausgegraben. Diese enthalten den bittersten bekannten Naturstoff. Enzianwurzeln sind daher durch einen typischen Geruch und den sehr starken, lang anhaltend bitteren Geschmack gekennzeichnet.

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Geranium robertianum Ø

An seinen knotig verdickten, grünen oder an besonders sonnigen Orten rot überlaufenen Stängeln, trägt der Storchenschnabel Drüsenhaare. Diese verleihen ihm einen unangenehmen, kräftigen Geruch und den typischen astringierenden, bitteren Geschmack. Dieses durchdringende Aroma verleiht der Pflanze eine eigenständige Persönlichkeit. Zum Ende des Frühlings, wenn die Pflanze in der Blüte steht und wenn sich auch bereits einige der charakteristischen «Frucht-Schnäbel» gebildet haben, erfolgt die Ernte des blühenden Krautes.

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Ginkgo Ø

Die ältesten Funde von fossilen Blättern, welche von denen des heutigen Ginkgos nicht zu unterscheiden sind, wurden auf ca. 65 Millionen jährig datiert. Bis vor etwa 5 Millionen Jahren gehörte dieser Baum zu den in Europa heimischen Gewächsen, bis er schließlich durch Eiszeiten verdrängt wurde. Die derben, fast ledrigen und oft typisch zweilappigen Blätter des sehr langlebigen Baumes haben einen säuerlichen und adstringierenden Geschmack. Sie werden im Hochsommer von Hand an alten Bäumen gesammelt.

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Glechoma hederacea Ø

Der Gundermann, das «Kräutchen unter dem Zaune», ein Zwerg unter den Pflanzen, liebt schattige Stellen, wo er mit seinem kriechenden Stengel intensiv die Umgebung erkunden kann. Besonders üppig wachsen diese Triebe nach der Blütezeit, und sogar im Winter bleiben sie noch grün. Die kleinen, blauvioletten Blüten, welche im Frühjahr an der Pflanze erscheinen, befinden sich in den Achseln der nierenförmigen Blätter und bieten den Insekten Nektar an. Das frische Kraut, welches sich durch einen charakteristischen, herben Geruch auszeichnet, wird zur Blütezeit geerntet.

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Hedera helix Ø

Der Efeu, dessen Zeit der Herbst ist, erscheint wie zwei unterschiedliche Pflanzen. Die nicht blühende, dafür aber an Bäumen hochrankende Jugendform bildet drei- bis fünflappige Blätter. Die nicht kletternde Altersform hingegen zeigt mehr elliptische Blätter und vermag darüber hinaus mit unscheinbaren, grünen, aber sehr nektarreichen Blüten zu blühen. Insekten nehmen den intensiven Honiggeruch, der von den Blüten ausgeht, wahr und so zeigt ein reger Blütenbesuch das optimale Stadium an. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die frischen, sauer und bitter schmeckenden Blätter und die Blüten des Efeu gesammelt werden.

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Hypericum Ø

Das Johanniskraut mit seinem weit ausladenden Blütenstand blüht zum Sonnenhöchststand. Der Blütenstand besteht aus fünfzähligen, gelben Blüten mit leicht schiefen Kronblättern, die höchstens am Rand schwarz punktiert sind, sowie den drei strahlförmigen Büscheln aus Staubblättern die dem Zentrum der Blüte entspringen. Besonders markant sind für die Art ausserdem ihr zweikantiger Stängel und die durch Öldrüsen hell punktierten Blätter. Verarbeitet wird das frische, blühende Kraut der Pflanze, welches sich durch einen sehr würzigen Geruch und einen bitteren Geschmack auszeichnet. Es werden nur ungefähr die obersten 30 cm geerntet.

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Imperatoria Ø

Die Meisterwurz ist eine Pflanze des Gebirges, wo sie gerne Standorte mittlerer Feuchte und guter Nährstoffversorgung besiedelt. Ihre unterirdischen Teile, die einen bitteren, gelblichen Milchsaft führen, werden im Herbst vorsichtig ausgegraben und anschliessend frisch verarbeitet. Der von ihnen ausströmende, typisch sellerieartige Geruch sowie der adstringierend bittere Geschmack, sind eine Besonderheit dieser Pflanze. Das von der frischen Pflanze ausgehende Aroma ist so intensiv, dass weite Bereiche der Produktionsräumlichkeiten von ihm erfüllt werden.

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Lavandula Ø

Im Hochsommer, zur Blütezeit, erfolgt die Ernte der Lavendelblüten. Es ist die Zeit, wo dem Lavendelfeld ein edler Duft der komplex zusammengesetzten ätherischen Öle entströmt. Im Kopfbereich der Pflanze sammeln sich die intensiv aromatischen, leicht bitter schmeckenden blauvioletten Blüten, die wie eine Ähre angeordnet sind. Die Ernte dieser zarten Blüten erfolgt, bei sonniger und trockener Witterung, sorgsam von Hand.

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Lupulus Ø

Der Hopfen, eine einheimische Liane, die in Auenwäldern vorkommt, wird heute ausschliesslich kultiviert. In der Zeit von April bis Juli wachsen die Pflanzen bis zu den Gipfeln der sieben Meter hohen Hopfengerüste herauf. Im Spätsommer, wenn die Hopfenzapfen reif sind und ihren sehr aromatischen, herbwürzigen Geruch sowie den typischen bitteren Geschmack entwickelt haben, ist die Zeit für die Hopfenernte gekommen. Die Blütenteile zeigen dann das typische gelbe Hopfenharz, das der Träger der Aromen ist.

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Lycopus europaeus Ø

Feuchte, nährstoffreiche Orte sind die Heimat des Wolfstrapps. Je feuchter der Ort ist, an dem der Wolfstrapp wächst, desto zerschlitzter sind seine unteren Blätter, denn er reagiert auf seinen Wuchsort. Er blüht mit kleinen, unscheinbaren weissen Blüten, die in den Blattachseln sitzen. Alle oberirdischen Pflanzenteile des Wolfstrapps geben beim Zerreiben einen schwach aromatischen Geruch ab und weisen einen scharfen und schwach bitteren Geschmack auf.

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Melilotus Ø

Der gewöhnliche Steinklee ist eine Pflanze, die ein intensives Cumarin-Aroma verbreitet. Der Duft ist besonders stark, wenn sie verletzt wird. Sie blüht mit kleinen, gelben Blüten im Hochsommer, welche in lang gestreckten Trauben zu 30 bis 70 Blüten am Kopf der Pflanze stehen. Die Trauben, welche intensiv durch Bienen besucht werden, haben einen ausgedehnten Blühzeitraum, so dass sich zunächst neben bereits verblühten auch noch sich im Erblühen befindende Blüten und sogar noch Knospen finden. Verarbeitet wird das frische, blühende Kraut.

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Melissa officinalis Ø

Die Zitronenmelisse, die uns mit ihrem feinen und intensiven Geruch nach Honig und Zitrone erfreut, ist im Mittelmeergebiet heimisch. Die eiförmigen Blätter mit ihren tief eingesenkten Blattadern sind übersäht von Drüsenhaaren, die beim Zerreiben das typische, angenehme Aroma freisetzen. Das frische Kraut muss vor der Blüte verarbeitet werden, denn mit dem Blühbeginn verschwindet das angenehme Aroma der Pflanze. Die frischen Triebspitzen der Pflanze werden nur nach sonniger und trockener Witterung im Hochsommer geerntet.

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Mentha piperita Ø

Der Hochsommer ist die Erntezeit der Pfefferminze, einem wohl durch Zufall in England entstanden Bastard zweier Minzenarten. Die Pfefferminze ist eine Pflanze mit einem durchdringenden aromatischen Geruch und Geschmack, der so intensiv ist, dass andere Aromen davon rasch überdeckt werden. Die Minze darf bis zur Ernte ihrer mit Öldrüsen übersäten Blätter nicht blühen. In den Morgenstunden im Hochsommer, wenn einige Zeit vorher bei sonniger Wetterlage keine Niederschläge mehr gefallen sind, werden die frischen Blätter geerntet.

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Millefolium Ø

Die Schafgarbe ist eine aufrechte Pflanze mit einem herben, sehr aromatischen und bitteren Aroma, die einen reich verzweigten Schirm aus weissen oder rötlichen Blütenköpfen trägt. Die feinschnittigen Laubblätter sitzen an einem sehr festen Stengel. Verarbeitet werden die frischen oberirdischen Teile, sowohl der weiss- als auch der rotblühenden Exemplare der Gemeinen Schafgarbe, wenn sie im Hochsommer in der Vollblüte stehen.

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Passiflora incarnata Ø

Das markanteste Merkmal der Passionsblume sind ihre Blüten. Die Kronblätter bilden hier, zusammen mit der fadenartigen Nebenkrone, den Staubblättern und den weit herausragenden Griffeln, eine aussergewöhnlich schöne und grosse Blüte. Vor allem die Blüten, aber auch die Blätter verströmen einen aromatischen, herben Geruch. Die in Amerika heimische Kletterpflanze bevorzugt trockene, warme Standorte und wird daher von uns an einem besonderen Standort im Tessin angebaut. Die Ernte des frischen, blühenden Krautes erfolgt im Hochsommer.

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Plantago lanceolata Ø

Der kleine Spitzwegerich, dessen schmale lanzettliche Blätter in einer Rosette zusammenstehen, beginnt im Frühjahr mit seiner Blüte. Die Blüten stehen auf langen Stielen und blühen in Ringen von unten nach oben auf. Die schleimstoffreichen Blätter werden im Frühjahr sorgsam von Hand geschnitten und zu einer aromatisch-erdigen Urtinktur verarbeitet.

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Ribes nigrum Ø

Von den frischen Blättern der Schwarzen Johannisbeere geht ein unverwechselbarer Cassis-Geruch aus. Die Blätter dieses stachellosen Strauches tragen auf ihrer Unterseite Drüsen, die den Geruch beim Zerreiben abgeben. Die hell- bis dunkelgrünen, grossen Blätter der Sträucher werden im beginnenden Sommer geerntet. Die unscheinbaren grünen Blüten der Pflanzen sind zu dieser Zeit bereits verblüht.

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Rosmarinus Ø

Im Sommer nach der Blütezeit werden die nadelförmigen, erwärmend würzigen und leicht bitter schmeckenden jungen Blätter der Rosmarinpflanzen geerntet. Die jungen, sowohl ober- als auch unterseitig, behaarten Blätter werden von Hand vom Strauch abgestreift. Die Blatternte des am Mittelmeer beheimateten Strauches erfolgt nur bei sonniger und warmer Witterung.

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Salvia Ø

Der im mediterranen Raum beheimatete Salbei zeichnet sich durch seinen Reichtum an ätherischen Ölen aus. Diese verleihen der Pflanze, besonders den Blättern, ein intensiv würziges Aroma. Die schmalen Blätter mit ihrer runzeligen Blattfläche werden vor der Blüte geerntet. Die Ernte erfolgt im Hochsommer; das Aroma der Wärme liebenden Pflanze ist dann am stärksten ausgebildet.

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Sambucus nigra Ø

Im ausklingenden Frühjahr kommt der Schwarze Holunder zur Blüte. Seine gelblich-weissen Blüten erfüllen dann, vor allem in den Abendstunden, ihre Umgebung mit ihrem süsslichen und würzigen Geruch. Gesammelt werden sowohl die schirmförmigen Blütenstände des Holunders, als auch seine unangenehm riechenden Blätter. Der «Holder» wird ausschliesslich an Orten seines natürlichen Vorkommens gesammelt, es erfolgt kein Anbau.

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Solidago Ø

Die würzig duftende Gewöhnliche Goldrute kommt im Hochsommer in ihre Blütezeit. Sie ist die einzige heimische Art der vielgestaltigen Goldrutenfamilie und besiedelt verschiedene Orte, wobei sich besonders schöne Exemplare der Pflanze nur an ausgewählten Orten finden lassen. Von der Goldrute wird der aufrechte, sehr zähe Blütenstand geerntet. Dieser ist rundherum mit einer grossen Zahl der kleinen, schön gelb blühenden Blütenköpfe übersät.

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Taraxacum Ø

Taraxacum: Eine der ersten Pflanzen, die im Jahresverlauf verarbeitet werden, ist der anpassungsfähige und sehr vitale Löwenzahn. Wenn im Frühjahr die goldgelben Blüten mit ihrem leicht süsslichen Geschmack auf den Wiesen erscheinen, dann ist die Zeit für die Ernte der Löwenzahnpflanzen gekommen. Zur Blütezeit werden die Löwenzahnpflanzen komplett mit den bitteren Wurzeln von Hand ausgegraben. Für den Löwenzahn erfolgt kein Anbau; die Pflanzen stammen alle von biologisch bewirtschafteten Wiesenflächen.

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Thymus vulgaris Ø

Der immergrüne Thymian ist eine mediterrane Pflanze, die vor allem trockene Böden in warmen Gegenden bevorzugt. Fast alle Teile der Pflanze tragen Drüsenschuppen und sind aromatisch. Besonders intensiv ist das charakteristische, warme Aroma bei den kleinen, schmalen Blättern des Thymians. Zerreibt man diese Blätter mit ihren stets nach unten eingrollten Rändern, lässt sich dies leicht feststellen. Zur Blütezeit im Sommer, nach einer Sonnenperiode ohne Regen, erntet man das blühende Kraut der Pflanze.

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Tropaeolum majus Ø

Die kresseartig scharf schmeckende Grosse Kapuzinerkresse, die aus Südamerika stammt, zeigt eine für Wasserpflanzen eigentlich typische Blattform. Der Blattstiel setzt in der Mitte der fleischigen Blätter an, wodurch die typische Schildform hervorgerufen wird. Die feurig roten, gelben oder orangenen Blüten, die viel süssen, aber auch scharfen Nektar enthalten, entstehen im Sommer an der Pflanze, werden aber gerne von den Blättern verdeckt. Im Hochsommer findet die Ernte des frischen blühenden Krautes statt.

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Urtica dioica Ø

Die Brennessel ist dicht besetzt mit spitzen Brennhaaren. Durch ihre effektvolle Art der Ausbreitung nimmt sie geeignete Orte rasch in Besitz und verwandelt diese in ein wahres Dickicht. Besonders gerne werden nährstoffreiche Standorte von der wehrhaften Pflanze besiedelt. Durch richtige Berührung, bei kräftigem Zug nach oben, kann man den Stich der Nessel vermeiden, denn dann werden die Brennhaare der «Sengnessel» umgebogen und können so nicht in die tieferen Hautschichten eindringen. Das viel mineralische Bestandteile enthaltende, animalisch duftende Kraut der Pflanze wird geerntet, wenn die winzigen, grünen Blüten aufgeblüht sind.

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Valeriana Ø

Die Zeit des Baldrians ist der Herbst. Seine unterirdischen Teile mit dem intensiven, feinverzweigten Wurzelsystem strömen auch im frischen Zustand den typischen Geruch aus. Vor der Weiterverarbeitung werden die unterirdischen Teile sorgfältig gewaschen und getrocknet. Ihr Aroma, das sie für Katzen so unwiderstehlich macht, verstärkt sich hierdurch noch mehr. Aus den getrockneten unterirdischen Teilen wird dann die Valeriana-Urtinktur hergestellt.

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Viola tricolor Ø

Das Wilde Stiefmütterchen scheint bei erster Betrachtung fast nur aus Blüte zu bestehen. Die schmächtige Gestalt der Pflanze wird von ihren lebhaft bunt gefärbten, im typischen Fall dreifarbigen Blütenblättern dominiert. Ebenfalls auffallend ist der intensive Geruch den die Pflanze verströmt, sowie ihr süsslicher Geschmack und die schleimige Konsistenz. Geerntet wird das blühende Kraut im Sommer.

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Viscum album Ø

Als letzte Pflanze des Jahres wird die Mistel geerntet. Sieht man im Winter eine Mistel auf einem kahlen Laubbaum, so scheint die Pflanze den Jahreszeiten zu trotzen. Die fast kugelförmig werdenden, langsam wachsenden Mistelbüsche mit ihren ledrigen Blättern, besiedeln gerne die höheren, lichten Regionen der Baumkrone. Dort können sie unter guten Bedingungen bis über 50 Jahre alt werden. Die Mistel vermag nur auf bestimmten Bäumen überhaupt zu keimen und zu wachsen. Gesammelt wird die Pflanze auf Obstbäumen, im Herbst zur Zeit der Fruchtreife.

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